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Leserbrief von Holger Geißel vom 13.09.2021

"Beteiligung an Energie-Forschungsprojekt", Neuburger Kurier, Samstag/Sonntag, 11./12. September 2021.

 Das Science und Technology Options Assessment (STOA) Komitee publizierte im Juni 2021 einen 175-seitigen Review über die Erkenntnisse zu den Risiken von 5G und der nichtionisierenden Strahlung. Es ist die bisher umfangreichste Aufarbeitung des Forschungsstandes zu 5G, wie auch den  niedrigen und  höheren (Gigahertz-) Frequenzen, die bei 5G zum Einsatz kommen und dadurch auch eine Bewertung des Mobilfunks insgesamt darstellen. Im Klartext. 5G: EU-Technikfolgenabschätzung: Nachgewiesene Risiken erfordern einen Ausbaustopp (Moratorium).

 

Zu 5G im höheren Frequnzbereich (24 bis 100 GHz) liegen keine angemessenen Studien vor. Deswegen bezeichnet die Studie 5G als ein Experiment an der Bevölkerung. Bei der Beurteilung müssen die nichtthermischen Auswirkungen berücksichtigt werden, was bisher unterblieben ist. Dafür wird die ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) direkt kritisiert. Ihre Richtlinien haben keine Schutzfunktion, die Bundesregierung beruft sich aber darauf.

 

Die Autoren der Studie fordern einen 5G-Ausbaustopp, Forschungen über die hohen 5G-Frequenzen, Aufklärung der Bevölkerung und den Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen zu setzen.

 

Weiter ist zu beachten. Dieser Mobilfunk bietet nicht nur Vorteile. Der Energie- und Rohstoffverbrauch steigt immens. Auch das Umweltbundesamt warnt vor der unnützen, energieintensiven Durchdringung von Gebäuden. Mit der flächendeckenden Einführung von 5G wird die Funkbelastung massiv zunehmen. Studien zufolge würde dies nicht nur negative Effekte für den Menschen bedeuten, sondern auch zu einer dauerhaften Zerstörung des Ökosystems führen. Wie informiert war der Oberhausener Gemeinderat vor seiner Abstimmung für den Funkmast?

 

Wie sieht es mit dem 5G-Ausbau im Ausland aus?

 

2020: Fast 600 Gemeinden in Italien stoppen den Ausbau von 5G.

 

2020: Slowenien führt aus Umwelt- und Gesundheitsgründen kein 5G-Netz ein. Auf Vorschlag des Verwaltungsministers Rudy Medved wurde die Einführung der 5G-Technologie eingestellt.

 

2020: Die französiche Stadt Grenoble verbietet den Ausbau von 5G.

 

2019: Genf stoppt den 5G-Ausbau und auch die Erweiterung von LTE+.

 

2019: Die "Scientific American" schreibt: Wir haben keinen Grund zu glauben, dass 5G unschädlich ist." 

 

2019: Bei einem am 7. Februar 2019 durchgeführten Hearing im US-Senat musste die Mobilfunkindustrie zugeben, dass es keine Studien gibt, welche die Unschädlichkeit von 5G beweisen.

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