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Antrag / Anfrage / Rede

ÖDP-Bezirksräte zu Gast im Caritas-Zentrum Traunstein – Kritik an eingefrorenen Pauschalen im Bezirkshaushalt

Am 29.09.2025 besuchten die ÖDP-Bezirksräte Andreas Huber und Max Keil zusammen mit Ihrer Ausschussgemeinschaft das Caritas-Zentrum in Traunstein und informierten sich über die Folgen des im Haushaltsplan des Bezirks 2025 eingefrorenen Etats der Pauschal finanzierten Leistungen z.B. auch für die Beratungszentren bei der Caritas.

von links: Dr. Franziska Fritz vom CAritas-Zentrum raunstein, ÖDP-Bezirksrat Andreas Huber, Peggy Galic` von dieBasis, ÖDP-Bezirksrat Max Keil, Hubert Dorn von der Bayernpartei

Die Bezirksräte Andreas Huber, Max Keil, Hubert Dorn und Peggy Galić von der Ausschussgemeinschaft ÖDP, Bayernpartei und dieBasis im Bezirkstag von Oberbayern, informierten sich im Caritas-Zentrum Traunstein über die Folgen des im Haushaltsplan des Bezirks 2025 eingefrorenen Etats der Pauschal finanzierten Leistungen z.B. auch für die Beratungszentren bei der Caritas.

Im Austausch mit Frau Dr. Franziska Fritz als zuständige Geschäftsführerin aus dem vierköpfigen Führungsteam des Caritaszentrums, wurde deutlich: Stationäre Maßnahmen, für die der Bezirk gesetzlich zuständig ist, verursachen wesentlich höhere Kosten als ambulante und beratende Angebote. Diese, meist von Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas, angebotenen Leistungen werden vom Bezirk aber nur pauschal und geringer entlohnt, da er dies mehr oder weniger freiwillig fördert. „Hier wird an der falschen Stelle gespart“, so das gemeinsame Fazit der Gesprächsteilnehmenden.

Statt die kosteneffizienten ambulanten und präventiven Beratungs- und Therapieangebote zu schwächen, müsse der Bezirk seine Schwerpunkte neu setzen. „Eine starke und frühzeitige Beratung und ambulante Therapien entlasten nicht nur die Betroffenen, sondern auch langfristig den Haushalt“, betonten die Bezirksräte.

Einsparpotenzial sehen die Gesprächspartner vor allem bei den Verwaltungskosten. Diese könnten reduziert werden, wenn sie dezentral vor Ort in die Hände derjenigen gelegt werden, die tagtäglich in diesem Bereich arbeiten.

Als Beispiel wurde der Sozialbericht der SPDI`s (Sozialpsychatrischer Dienst) genannt, welcher nach einer Erstellung vor Ort in der Verwaltung des Bezirks wiederholt „durchgekaut“ wird.

Im Idealfall sollte eine Reform der Struktur zu landkreisorientierten Sozialräumen angestrebt werden, wie es auch in der Kinder und Jugendhilfe schon erfolgreich praktiziert wird, so das Resümee der Teilmehnenden.

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